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Bayerisch Gmain steht grundsätzlich gut da – aber es gibt viele Dinge die sich nicht – wie 2020 versprochen – entwickelt haben. So war von der Transparenz und Bürgerbeteiligung, die Bürgermeister Armin Wierer beim Amtsantritt und auch heute betont, wenig zu sehen. Großprojekte wurden ohne vorherige Information beschlossen, mehr als die vorgeschriebene jährliche Bürgerversammlung gab es nicht. Hier sehe ich deutlichen Nachholbedarf. Gerade in einer überschaubaren Gemeinde muss es selbstverständlich sein, die Bürger frühzeitig einzubinden. Für diesen Ansatz bekomme ich viel Zuspruch aus der Bevölkerung.
Handlungsbedarf gibt es vor allem beim fehlenden Wohnraum und bei der Verkehrssicherheit. Bayerisch Gmain ist in erster Linie ein Wohnort – bezahlbare Wohnungen für Familien und Fachkräfte müssen Priorität haben. Ebenso darf es bei sicherheitsrelevanten Maßnahmen, etwa im Umfeld der Schule, keine jahrelangen Verzögerungen geben. Da vermisse ich den Durchsetzungswillen.
Zudem braucht es einen disziplinierten Umgang mit Steuergeldern und eine Verwaltung, die bürgernah, effizient und lösungsorientiert arbeitet.
Der Rathausneubau ist mit rund 15 Millionen Euro eine enorme finanzielle Belastung für unsere Gemeinde. Der Spielraum im Haushalt wird dadurch auf Jahre hinaus eingeschränkt. Das muss man klar benennen und daher sind alle Investitionen auf den Prüfstand zu stellen. Die Kämmerin hat hierzu ein klares Statement abgegeben. Wir werden sehen, ob es der Gemeinderat gehört hat.
Die Entscheidung ist jedoch gefallen. Jetzt kommt es darauf an, das „Gmoaner Haus“ sinnvoll zu nutzen. Es kann ein Baustein für einen echten Ortskern werden – vorausgesetzt, wir entwickeln ein überzeugendes kulturelles und gesellschaftliches Konzept für Bürger und Gäste, und zwar im Innen- und Außenbereich.
Dazu gehört für mich auch ein Bürgerdialog: regelmäßige öffentliche Treffen und transparente Information über die Arbeit von Gemeinderat und Verwaltung. Das Rathaus allein schafft noch keinen lebendigen Ortskern – es kann aber ein Anfang sein.
Der Wohnungsmarkt in Bayerisch Gmain ist aufgrund der Untätigkeit der Parteien zum Erliegen gekommen, so dass die Einstufung als „angespannter Wohnungsmarkt“ nicht überraschend war. Überraschend war, dass die Mehrheit der Gemeinderäte dieser Einstufung mit nicht haltbaren Argumenten vehement widersprochen hat – um jetzt wieder das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum als Wahlversprechen abzugeben.
Um dieses Thema zu adressieren, muss die Umwandlung von Wohnungen in Ferienwohnungen konsequent gesteuert werden. Zweitens müssen leerstehende Gebäude endlich aktiviert werden. Ich werde die Gespräche mit den Eigentümern unverzüglich aufnehmen. Drittens gilt es, Genehmigungen zu beschleunigen und gemeindeeigene Grundstücke gezielt für Wohnraum zu entwickeln. Hier ist auch das Landratsamt gefordert.
Bezahlbares Wohnen ist eine zentrale Zukunftsfrage – hier darf es keinen weiteren Stillstand geben.
Bayerisch Gmain ist vor allem ein hochattraktiver Wohnort und finanziert sich daher hauptsächlich über die Steuern der Bürgerinnen und Bürger. Unsere finanzielle Zukunft hängt maßgeblich davon ab, diese Attraktivität zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch der Ausbau von Schule, Kindergarten und Kita.
Die Grenze liegt für mich klar im Erhalt unseres Ortsbildes und der Natur. Wachstum darf nur ortsverträglich und nachhaltig erfolgen.
Angesichts hoher Investitionen müssen wir unsere Finanzen konsequent ordnen. Alle Ausgaben gehören auf den Prüfstand – von Verwaltungskosten bis zu Beteiligungen und freiwilligen Leistungen.
Eine klare Kosten-Nutzenanalyse gehört auf den Tisch. Neue Einnahmen durch Zuzug sind realistisch, große Gewerbesteuerzuwächse dagegen kaum planbar. Unverzichtbar bleibt für mich die Stärkung unserer Vereine als Rückgrat des gesellschaftlichen Lebens, vor allem auch für unsere Jugend.
Bayerisch Gmain sollte stärker gemeinsam mit den Bürgern gestaltet werden. Dafür trete ich an. Ich will mehr Transparenz und Beteiligung: eine Bürger-Fragerunde am Ende öffentlicher Gemeinderatssitzungen, regelmäßige Bürgermeister-Sprechstunden in den Ortsteilen und eine aktive Information über alle Medien. Themen gehören grundsätzlich in den öffentlichen Teil der Sitzungen, sofern nichts rechtlich dagegen spricht.
Ein Gemeinderat ist auch in einem Kurort keine Wellnessoase, sondern bedeutet verantwortungsvolle Arbeit im Ehrenamt. Zielführende Diskussionen, neue Ideen und frische Ansätze sind ausdrücklich erwünscht. Neuanfang bedeutet für mich mehr Offenheit, mehr Dialog und den Mut in die Zukunft zu gehen.
Mit mir gibt es einen Bürgermeister, der auch den konstruktiven Konflikt nicht scheut.
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